Unsere Mission

Die Initiative St. Johannes setzt sich zum Ziel, vor allem sozial benachteiligten Kindern in Ländern Afrikas eine bessere Bildung und damit die Chancen für ein besseres Leben zu ermöglichen, indem sie Kinder und Jugendliche in ihrem Streben nach Schulbildung, Berufsausbildung und Studium nachhaltig unterstützt.

Im Rahmen der Flüchtlingsarbeit wurde festgestellt, dass es sich bei einem großen Teil der Geflüchteten nicht um politisch oder religiös Verfolgte, sondern um Arbeitsmigranten hauptsächlich aus afrikanischen Ländern handelte. Als eine der Hauptursachen von Arbeitsmigration konnte die Chancenlosigkeit auf den lokalen Arbeitsmärkten durch eine fehlende Bildung von sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen im jeweiligen Heimatland ausgemacht werden. Deutlich wurden diese Bildungsdefizite ebenfalls bei der Eingliederung in den europäischen Arbeitsmarkt, da bei vielen Migrationsgruppen aufgrund des wenig ausgebildeten logischen Denkens, sowie des weitgehend nicht Vorhandenseins von Lernstrategien, ein Erlernen der europäischen Sprachen nicht oder nur teilweise möglich war. Eine Qualifizierung für eine über Hilfstätigkeiten hinausgehende Berufsausbildung führte deshalb bei weiten Teilen der Flüchtlinge nicht zum Erfolg.

Die fehlende Bildung sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen im Heimatland gilt in vielen afrikanischen Ländern als Hauptursache von Chancenlosigkeit auf dem lokalen Arbeitsmarkt und damit als Auslöser von Migration. Die Erfahrungen aus der Flüchtlingskrise in Europa ab 2015 liefern hierfür einen Beweis, wobei die meisten geflüchteten Menschen Kinder und Jugendliche ohne jegliche Schulbildung oder Berufsausbildung sind. Durch das Vorhaben St. Johannes wird das Streben von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in afrikanischen Ländern nach Schulbildung, Berufsausbildung und Studium erfüllt. Somit können sie auf dem lokalen Arbeitsmarkt Fuß fassen, ihr Leben in die eigenen Hände nehmen und haben so einen Grund, in ihren Ländern zu bleiben und sich für eine nachhaltige Entwicklung zu engagieren, anstatt sich voller Illusionen auf den gefährlichen Weg nach Europa zu machen.

Die Zielsetzung des Projektes St. Johannes besteht darin, diesen sozial benachteiligten Gruppen in ihren Heimatländern bereits im Kindesalter eine fundierte schulische und berufliche Ausbildung zukommen zu lassen, welche auf den Grundlagen der christlichen Lehre, sowie demokratischen und ökologischen Prinzipien basiert.  Die Ausbildung beginnt im Kindergarten und setzt sich in der Schule fort. Zusätzlich werden darauf aufbauend grundlegende Kenntnisse in Fremdsprachen, Betriebswirtschaft und Informationstechnologie vermittelt. Förderungswürdige Kandidaten werden ihrer weiteren schulischen Laufbahn vom Projekt beratend begleitet und finanziell unterstützt, um später in Initiativen zur Gründung von kleineren Handwerksbetrieben, sowie mittleren Betrieben eingebunden zu werden. Ziel ist es den lokalen Arbeitsmarkt zu entwickeln, um die vor Ort vorhanden Bedarfe an Gütern und Dienstleistungen nachhaltig zu decken. Eine Zusammenarbeit mit den deutschen Industrie- und Handelskammern ist geplant. Dies führt langfristig zu stabilen lokalen Arbeitsmärkten und damit zur Verringerung von Arbeitsmigration. Eine detaillierte Beschreibung findet sich in dem nachfolgend aufgeführten Bildungskonzept.

Die Absolventen der Bildungseinrichtung St. Johannes, sollen sich als Mitglieder einer christlichen, sozialen und demokratischen Gemeinschaft verstehen, welche ihre Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt wahrnimmt. Die von ihnen durchgeführten Unternehmungen sollen der Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort, sowie die Erzeugung von qualitativ hochwertigen Gütern und Dienstleistungen auf nachhaltige und ökologische Weise dienen. Hauptziel der Initiative St. Johannes ist somit die Bereitstellung von verbesserten Bildungsmöglichkeiten für sozial benachteiligte Gruppen in ihren afrikanischen Heimatländern.

Die Initiative will sich dafür einsetzen, dass allen Menschen unabhängig von ihren sozialen Herkunftsschichten Bildungschancen eröffnet werden, die es ihnen ermöglichen, sich Wissen und Werte anzueignen sowie Verhaltensweisen und Lebensstile zu erlernen, die für eine lebenswerte Zukunft und die Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft erforderlich sind.