Unsere Projekte

Die fehlende Bildung sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen im Heimatland gilt in vielen afrikanischen Ländern als Hauptursache von Chancenlosigkeit auf dem lokalen Arbeitsmarkt und damit als Auslöser von Migration. Die Erfahrungen aus der Flüchtlingskrise in Europa ab 2015 liefern hierfür einen Beweis, wobei die meisten geflüchteten Menschen junge Erwachsene ohne jegliche Schul- oder Berufsausbildung sind.

Deutsch – Beninisches Bildungsprojekt 2021

Die Zielsetzung der Projekte von St. Johannes besteht darin, sozial benachteiligten Gruppen bereits im Kindesalter in ihrem Heimatland eine fundierte schulische und berufliche Ausbildung zu ermöglichen.

Nur somit können sie auf dem lokalen Arbeitsmarkt Fuß fassen, ihr Leben in die eigenen Hände nehmen und haben so einen Grund, in ihren Ländern zu bleiben und sich für eine nachhaltige Entwicklung zu engagieren, anstatt sich voller Illusionen auf den gefährlichen Weg nach Europa zu machen.

Im Rahmen unseres nachhaltigen Bildungskonzeptes werden bei den ausgewählten sozial benachteiligten Kindern durch den deutschen Förderverein die folgenden Kosten übernommen: Schulgebühren, Schuluniform, Schultasche, Transport zur Schule, Schulessen, Schulhefte und -bücher, Schreibmaterialien, Ausflüge, sowie Beihilfe für medizinische Versorgung.

Durch das NGO St. Johannes vor Ort erfolgt eine umfangreiche Lern- und Hausaufgabenbetreuung in der durch den Verein zur Verfügung gestellten, adäquaten Lernumgebung, sowie ein breites Angebot an verbesserten Bildungsmöglichkeiten, z.B. Deutschunterricht und Informationstechnik, ergänzen das Bildungsangebot der Schulen.

Umsetzung des Projektes im Jahr 2021 – Die erste St. Johannes Klasse mit 10 Kindern

Um das Konzept umzusetzen zu prüfen, wurde im Jahr 2021 ein erstes Pilotprojekt in dem westafrikanischen Staat Benin gestartet. Der Projektinitiator, Dr. Sourou Dieudonné Agléwé kommt aus diesem Land und ist vor Ort als verbeamteter Hochschullehrer an der Universität Abomey-Calavi beschäftigt. Aufgrund der politisch stabilen Lage und der bereits vorhandenen Kontakte von Herr Dr. Sourou Dieudonné Agléwé zur Universität und Politik ist Benin, als demokratisches Mitglied der westafrikanischen Union geeignet. Zur Umsetzung der beschriebenen Zielsetzung wurde in Benin eine NGO  gegründet , die als Vor-Ort-Ansprechpartner gilt.

Herr und Frau Agléwé, welche nach einem mehrjährigen Studien- und Arbeitsaufenthalt in Deutschland in ihre Heimat zurückgekehrt sind, kümmern sich um die Aufbau- und Führungsaktivitäten vor Ort kümmern. Unterstützt werden sie dabei von Herrn Professor Mensah Wekenon Tokponto der Universität Abomey-Calavi, dem Vorsitzenden von SONAFA, einem deutsch-beninischen Verein, der sich seit 2003 für die Schulbildung in abgelegenen Dörfern in Benin einsetzt und bereits mehrere Schulgebäude in Dörfern errichtet hat. Prof. Wekenon Tokponto selbst ist Gründungsmitglied der Initiative St. Johannes und unterstützt somit aufgrund seiner mehrjährigen Erfahrungen und Know-hows das Projekt mit Tat und Rat.

Das Bildungsprojekt soll im Laufe der folgenden Jahre auf weitere Regionen Benins und auf weitere afrikanische Länder erweitert werden.